Kendo – der japanische Stockkampf

Die moderne Variante des ursprünglichen Schwertkampfes der japanischen Samurai-Krieger ist Kendo („ken“=Schwert und „do“= Weg).

Die Ursprünge reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Kendo verfolgt als Weg nicht nur die Techniken und Taktiken des Schwertkampfes, sondern auch die Festigung des Charakters und der Entschlossenheit.

Die Übenden sollen in ihrer Moral gestärkt werden und ein neuer Lebensweg soll verfolgt werden.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dann das heutige Kendo entwickelt. Während in der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) das Kendo in Japan verboten wurde, erlebte es in den zwei wichtigen Kriegen gegen Russland (1904) und China (1894) eine Widerauferstehung, die dazu führte, dass Kendo 1911 als offizielle Schulsportart eingeführt wurde und der Budo-Bund die bisher gültigen Kata-Formen auf 10 Stück vereinheitlichte.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde Kendo verboten und erst nach dem Friedensvertrag mit den USA 1953 wieder als Schulsportart eingeführt.